Hauswasserwerke

1 Artikel

pro Seite

In aufsteigender Reihenfolge

1 Artikel

pro Seite

In aufsteigender Reihenfolge

Hauswasserwerke

Warum ein Hauswasserwerk?

In Mitteleuropa ist die Wasserversorgung in der Regel gut bis sehr gut, auch die Qualität ist in der Regel durch die ausgezeichnete Überwachung ausgezeichnet. Deshalb ist der Bau eines Hauswasserwerks für die Trinkwasserversorgung in der Regel nicht nötig, aber das hat auch zur Folge, dass der Preis für Leitungswasser relativ hoch ist. Zum reinen Wasserpreis kommen fast immer auch die Abwasserkosten, die ja über den Wasserverbrauch abgerechnet werden. Deshalb kann man durch ein Hauswasserwerk viel Geld sparen, da man in vielen Anwendungsfällen nicht das hochwertige Leitungswasser benötigt. Für die Gartenbewässerung, für die Toilettenspülung, Waschmaschinen oder die Befüllung von Swimmingpools ist das vor Ort vorhandene Grundwasser meist bedenkenlos nutzbar.

Wie funktioniert ein Hauswasserwerk?

Hauswasserwerke funktionieren im Grunde genauso wie die großen Wasserwerke des Wasserversorgers, wobei aber meist auf eine aufwändige Filterung verzichtet werden kann. Um an das Grundwasser zu gelangen benötigen sie einen Brunnen aus dem dann eine Pumpe das Wasser herauf-pumpt. Der Typ der Pumpe ist meist eine Kreiselpumpe am oberen Ende des Brunnens, während früher eher Kolbenpumpen üblich waren. Bei sehr niedrigem Grundwasser kann aber auch eine Tauchpumpe nötig sein, die in den Brunnen abgesenkt wird. Das nächste Glied des Wassersystems ist der 'Wasserturm'. Da Sie natürlich keinen Turm bauen wollen, bieten die Hersteller dazu direkt an die Pumpe angebaute Druckkessel an, in denen eine luftgefüllte Gummiblase den Wasserdruck stabilisiert. Zu guter Letzt benötigen Sie nur noch eine Wasserleitung, also ein Rohr oder einen Schlauch, die das Wasser dorthin bringt, wo Sie es benötigen.

Kann ich ein Hauswasserwerk bauen?

Vor dem Bau eines Hauswasserwerks sollten Sie ein paar Fragen abklären um später unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Als erstes sollten Sie ihren Grundwasserspiegel kennen, da es physikalisch unmöglich ist, Wasser mehr als ca. 8m hoch anzusaugen und die nötige Tiefe eines Brunnens auch entscheidend dessen Kosten bestimmt. Fragen Sie dazu Ihre Nachbarn nach Erfahrungen mit gelungenen oder gescheiterten Brunnenbauten. Bei dieser Gelegenheit könnten Sie sich auch gleich von der Qualität des Grundwassers überzeugen. Als letztes wäre es noch empfehlenswert, eventuelle Belastungen abzuklären: Gab es zum Beispiel früher eine Fabrik in ihrer Nachbarschaft, eine Deponie oder Halde oder wohnen sie vielleicht in der Umgebung eines Tanklagers? Dann sollten sie mit der Grundwassernutzung vorsichtig sein und im Zweifelsfall Wasserproben an ein Labor schicken.